SIE HABEN NOCH FRAGEN?

 

Bis wann muss die Einkommensteuererklärung abgegeben werden?
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Falls der Steuerzahler zur Abgabe einer Einkommensteuer-Erklärung verpflichtet ist (Pflichtveranlagung), muss auf jeden Fall eine Einkommensteuer-Erklärung abgegeben werden. Die Einkommensteuererklärung soll bis zum 31. Mai des Folgejahres abgegeben werden. Falls dies nicht möglich ist, kann beim Finanzamt mit einem einfachen Brief eine Fristverlängerung beantragt werden. Verlängerungen bis zum 30.9. werden problemlos gewährt. Ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein kann eine Fristverlängerung bis zum 31.12. beantragen. Nach dieser Frist können Zuschläge fällig werden und das Finanzamt kann eine Steuerschätzung androhen bzw. vornehmen.

Wer die Einkommensteuer-Erklärung freiwillig abgibt (Antragsveranlagung), hat dazu maximal 4 Jahre nach Ablauf des Steuerjahres Zeit. Beispiel: Die Steuererklärung für 2009 kann spätestens am 31.12.2013 abgegeben werden. Später wird die Steuererklärung nicht mehr angenommen, und eine eventuelle Steuer-Rückzahlung verfällt.
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Warum muss ich ein Honorar an den Steuerberater bezahlen wenn ich nachzahlen muss?
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Das Honorar wird durch die Steuerberatervergütungsverordnung geregelt. Mit den Gebühren wird die Leistung des Steuerberaters abgegolten und nicht der Erfolg.

Der Arbeitsaufwand für die Erstellung der Steuererklärung sowie für die Beratung hinsichtlich der Steueroptimierung bei den einzelnen Einkünften wird durch die Vergütungsverordnung in allen Fällen geregelt durch den Ansatz der Gegenstandswerte der Einkunftsarten und den darauf entfallenden Vergütungssätzen.

Die Vergütungsverordnung ist verpflichtend für alle Steuerberater.
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Ich muss Steuern nachzahlen. Warum?
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Die Steuerveranlagung kann zu einer Nachzahlung führen. Das kann unterschiedlichste Ursachen ha-ben. Hier ein paar Beispiele:
  • Sie hatten zusätzliche Einkünfte, für die im abgelaufenen Jahr noch keine Einkommensteuer gezahlt wurde, z. B. aus einem Gewerbe oder aus der Vermietung und Verpachtung. Das gleiche passiert bei zu geringen Steuervorauszahlungen.
  • Die Steuerklassen waren ungünstig gewählt, z. B. Klasse 3/5 statt 4/4
  • Bei Steuerklassen 3/5 hatte der Partner mit Steuerklasse 5 sehr wenig verdient.
  • Sie hatten in Ihrer Lohnsteuerkarte zu hohe Freibeträge eingetragen. Vielleicht haben Sie die Werbungskosten am Jahresanfang höher eingeschätzt, als sie dann wirklich entstanden sind. Beispiel: Sie haben während des Jahres zu einem Arbeitgeber gewechselt, der näher an Ihrer Wohnung liegt, aber die Einträge in der Lohnsteuerkarte wurden nicht geändert. Abhilfe für das laufende Jahr: Die Freibeträge in der Lohnsteuerkarte an die jetzigen Gegebenheiten anpassen.
  • Sie hatten Einkünfte, die zwar steuerfrei waren, sich aber auf den Steuersatz der zu versteuernden Einkünfte ausgewirkt haben (Progressionsvorbehalt). Zu diesen Einkünften gehören z. B. Arbeitslosengeld (ALG I, nicht aber Hartz IV), Kurzarbeitergeld, Insolvenzgeld, Übergangs-geld, Elterngeld, Krankengeld der Krankenversicherung, Mutterschaftsgeld.
  • Das Lohnbüro des Arbeitgebers hat versehentlich zu wenig Lohnsteuer berechnet und deshalb zu wenig ans Finanzamt gezahlt.
  • Ein Kind stand das ganze Jahr auf der Lohnsteuerkarte, hat aber während des Jahres z. B. seine Ausbildung beendet und mit der Berufstätigkeit angefangen.
  • Es sind Gewinne, z. B. durch Aktienverkäufe (Spekulation), angefallen.
  • Der Steuerpflichtige oder/und sein Ehepartner bekommen eine Rente, die versteuert werden muss.

Falls das Finanzamt annimmt, dass auch im laufenden Jahr eine Nachzahlung fällig wird, kann es Steuer-Vorauszahlungen festlegen. Falls Ihnen die Vorauszahlungen deutlich zu hoch erscheinen, kann dies am besten im Gespräch mit dem Sachbearbeiter des Finanzamts geklärt werden.
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Was ist eine Außenprüfung und wie läuft diese ab?
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Die Außenprüfung ist im Bereich des Steuerrechts eine – von der Finanzbehörde im Außendienst vorzunehmende – Gesamtüberprüfung steuerlich relevanter Sachverhalte. Die Außenprüfung dient der Ermittlung, Prüfung und Beurteilung der Verhältnisse eines Steuerpflichtigen, um die Gleichmäßigkeit der Besteuerung sicherzustellen. Eine Außenprüfung kann sich auf eine oder mehrere Steuerarten, einen oder mehrere Besteuerungszeiträume (auch solche die der Verjährung unterliegen) oder auf bestimmte Sachverhalte beschränken. Beschränkt sich die Prüfung auf die Lohnsteuer, so handelt es sich um eine Lohnsteueraußenprüfung, bei der Beschränkung auf Umsatzsteuer ist es eine Umsatzsteuersonderprüfung.

Die ordnungsgemäße Erhebung und Abführung der Beträge zur Sozialversicherung wird ebenfalls durch Außenprüfung gesichert.

Die Außenprüfung findet während der üblichen Geschäfts- oder Arbeitszeit grundsätzlich in den Geschäftsräumen des Steuerpflichtigen statt. Absolute Ausnahme soll eine Prüfung beim Steuerberater sein. Seit dem 1. Januar 2002 ist es den Finanzbehörden gestattet, bei der Außenprüfung die Buchführung des Steuerpflichtigen durch direkten Zugriff auf seine Datenverarbeitungssysteme zu prüfen. Der Steuerpflichtige hat Auskünfte zu erteilen, Aufzeichnungen, Bücher, Geschäftspapiere und andere Urkunden zur Einsicht und Prüfung vorzulegen, die zum Verständnis der Aufzeichnungen erforderlichen Erläuterungen zu geben und die Finanzbehörde bei Ausübung ihrer Befugnisse zu unterstützen. Bei der Durchführung der Außenprüfung kann sich der Steuerpflichtige von einem Steuerberater vertreten lassen.

Vor der Beendigung der Außenprüfung ist eine Besprechung abzuhalten, es sei denn, dass sich nach dem Ergebnis der Außenprüfung keine Änderung der Besteuerungsgrundlagen ergibt oder dass der Steuerpflichtige auf die Besprechung verzichtet. Bei der Schlussbesprechung sind insbesondere strittige Sachverhalte sowie die rechtliche Beurteilung der Prüfungsfeststellungen und ihre steuerlichen Auswirkungen zu erörtern. Über das Ergebnis der Außenprüfung ergeht ein schriftlicher Bericht. Im Prüfungsbericht sind die für die Besteuerung erheblichen Prüfungsfeststellungen in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht sowie die Änderung der Besteuerungsgrundlagen darzustellen.
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Der Steuerbescheid ist falsch. Was ist zu tun?
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Der Einspruch ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Verwaltungsaktes schriftlich zu erheben oder zur Niederschrift zu erklären. Einspruchsbefugt ist der durch Verwaltungsakt inhaltlich unmittelbar Betroffene oder sein steuerlicher Vertreter (Steuerberater). Der Einspruch wendet sich gegen die Abweichungen, die die Finanzverwaltung bei der Veranlagung abweichend von der eingereichten Erklärung beim Erlass des Bescheides, z. B. aufgrund einer anderen Rechtsauffassung oder bei unzureichendem Nachweis von steuermindernden Ausgaben, vorgenommen hat.

Oftmals kann der Steuerpflichtige sich auf ein bereits anhängiges Verfahren berufen und das Ruhen des Verfahrens beantragen:
  • nach § 363 Abs. 2 S. 1 AO, wenn wegen der Streitfrage vor einem Finanzgericht (FG) ein Prozess anhängig ist – in diesem Fall hat das Finanzamt ein Ermessen bei der Entscheidung über das Ruhen des Verfahrens;
  • nach § 363 Abs. 2 S 2 AO, wenn wegen der Verfassungsmäßigkeit einer Rechtsnorm oder wegen einer Rechtsfrage ein Verfahren beim EuGH ( Europäischer Gerichtshof), beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) oder bei einem obersten Bundesgericht (i.d.R. Bundesfinanzhof) anhängig ist – in diesem Fall ruht das Verfahren zwingend.
Durch den Einspruch wird die Vollziehung des Verwaltungsaktes im Regelfall nicht gehemmt, so dass ggf. Steuerzahlungen weiterhin zu leisten sind. Die Aussetzung der Steuerzahlung kann in besonderen Fällen durch einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung erreicht werden. Im Falle der Ablehnung kann das Finanzgericht angerufen werden.
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Ich möchte ein Unternehmen gründen. Was gibt es für Fördermöglichkeiten?
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Die Existenzgründung erfolgt durch Beginn der Geschäftstätigkeit, formaljuristisch durch die Gewerbeanmeldung oder bei freien Berufen durch Anmeldung der freiberuflichen Tätigkeit beim zuständigen Finanzamt. Damit ist der erste Teil der Gründung abgeschlossen. In der Regel werden bei einer Gewerbeanmeldung neben den zuständigen Kammern auch das Finanzamt sowie die Berufsgenossenschaft automatisch informiert. Grundsätzlich besteht Gewerbefreiheit. Für zulassungspflichtige Handwerke besteht der Meisterzwang – die Qualifikation muss in Form des Meisterbriefs oder vergleichbar nachgewiesen werden. Auch für bestimmte Tätigkeiten aus den Branchen Industrie, Handel und Dienstleistung ist die Gewerbefreiheit eingeschränkt. Die Erteilung der Erlaubnis wird an bestimmte Voraussetzungen geknüpft wird. Eine spezielle Erlaubnis benötigen z. B. Versicherungsvermittler, bestimmte Gastronomen, Apotheker.

Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln ist in der Regel ein Geschäftsplan (Businessplan). Dieser enthält möglichst detaillierte Informationen zu den Gründern, zum Produkt, zum Markt und zur Finanzierung. Der Steuerberater unterstützt den Gründer bei der Erstellung des Businessplans. Bund und Länder unterstützen Existenzgründungen durch Darlehen und Zuschüsse. Vor der Gründung: Für die Beratungskosten stellen die Bundesländer Zuschüsse zur Verfügung. Informationen dazu bieten die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die Förderinstitution (i.d.R. Investitionsbank) des Bundeslandes.

Für die Betriebs- und Geschäftsausstattung, Einrichtungen eines Warenlagers, Kautionen, Werbemaßnahmen und weitere Investitionen, die für den Start in die Selbständigkeit notwendig sind, stellen Bund und Länder Darlehen zu Verfügung.

Die wichtigsten Darlehen des Bundes sind:
  • das KfW-StartGeld
  • das ERP-Kapital für Gründung
  • der KfW-Unternehmerkredit

Die Darlehen bieten unterschiedliche Konditionen, die den Start in die Selbständigkeit erleichtern sollen. Zum Beispiel tilgungsfreie Anlaufzeiten, günstigere Zinsen und teilweise Freistellung von Sicherheiten. Förderdarlehen müssen nach dem Hausbankprinzip immer bei Banken oder Sparkassen beantragt werden.

Bezieher von Arbeitslosengeld I können für die Dauer von 15 Monaten einen Gründungszuschuss beziehen, wenn Sie mit der beruflichen Selbständigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden. Bezieher von Arbeitslosengeld II können ein Einstiegsgeld erhalten; es gibt allerdings keinen Rechtsanspruch darauf.
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Wieso muss sich ein Unternehmen prüfen lassen?
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Die Pflicht zur Prüfung ist gesetzlich in § 316 Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. Danach sind Unternehmen ab einer bestimmten Unternehmensgröße und -form prüfungspflichtig. Diese gesetzlich vorgeschrieben Abschlussprüfung darf nur ein Wirtschaftsprüfer durchführen. Daneben kann sich aus dem Gesellschaftsvertrag eine Prüfungspflicht ergeben oder die Unternehmensleitung oder die Gesellschafter entschließen sich zu einer freiwilligen Abschlussprüfung. Auch Kreditverträge können einen geprüften Jahresabschluss als Bedingung enthalten.
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Was wird bei der Abschlussprüfung geprüft?
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Bei der Abschlussprüfung werden der Jahresabschluss und gegebenenfalls der Lagebericht daraufhin geprüft, ob sie den gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Regelungen entsprechen und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bilde der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage abgeben.
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Wie läuft eine Abschlussprüfung ab?
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Nach der Wahl durch den Aufsichtsrat bzw. die Gesellschafterversammlung müssen wir, die Audit- Süd Unternehmensberatung GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, als Abschlussprüfer durch die Geschäftsleitung beauftragt werden. Der Auftrag wird durch ein Auftragsbestätigungsschreiben vom Unternehmen bestätigt. Danach erfolgt in der Regel eine Vorprüfung. Da die Abschlussprüfung geschäftsfeldrisiko-orientiert abläuft, d.h. welche internen und externen Risiken hat das Unternehmen und wie reagiert es darauf, werden im Rahmen der Vorprüfung Abläufe im Unternehmen aufgenommen und geprüft. Des Weiteren nimmt der Abschlussprüfer an der Inventurbeobachtung teil. Während der Hauptprüfung untersucht der Abschlussprüfer unter Verwendung seiner Erkenntnisse aus der Vorprüfung das Zahlenwerk auf seine Richtigkeit. Die Ergebnisse der Prüfung werden in einem Prüfungsbericht und einem Bestätigungsvermerk zusammengefasst. Das Prüfungsteam besteht je nach Größe und Komplexität des Unternehmens aus zwei bis vier Personen. Für die Abschlussprüfung gelten neben den Vorschriften des HGB, der Wirtschaftsprüferordnung, der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und den Verlautbarungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer, die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer.
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Was kostet eine Abschlussprüfung?
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Wirtschaftsprüfer sind im Gegensatz zu Steuerberatern nicht an eine Gebührenordnung gebunden. Das Honorar wird auf Stundenbasis vereinbart, richtet sich nach Umfang und Komplexität des Unternehmens und wird im Auftragsbestätigungsschreiben fixiert. Eine erfolgsabhängige Vergütung ist ausgeschlossen.
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Wer ist die Audit - Süd Unternehmensberatung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft?
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Baumann&Partner hat aus verschiedenen Gründen seine Prüfungstätigkeit auf die Audit – Süd ausgelagert. Es betreuen Sie dieselben Menschen, die Sie von Baumann&Partner kennen.

Audit – Süd hat eine wirksame Bescheinigung über die Teilnahme an der Qualitätskontrolle nach § 57a Wirtschaftsprüferordnung.
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